Home Region Sport Magazin Schweiz/Ausland
Region
01.02.2025
01.02.2025 22:50 Uhr

IS wollte Jugendlichen zum Bombenbau verleiten

In der jüdischen Gemeinde herrscht seit der schrecklichen Tat grosse Verunsicherung.
In der jüdischen Gemeinde herrscht seit der schrecklichen Tat grosse Verunsicherung. Bild: zVg
Der 15-Jährige, der in Zürich auf einen orthodoxen Juden einstach, stand in engem Kontakt zum IS. Nun werden neue Details zu seiner Radikalisierung bekannt.

Die Tat hat Zürich schockiert: Am Samstag, 2. März 2024, sticht ein 15-jähriger Schweizer mit tunesischen Wurzeln auf einen 50-jährigen orthodoxen Juden ein – im Enge-Quartier, mitten auf der Strasse. Nur dank dem mutigen Einsatz von Passanten überlebt das Opfer. Der Täter wird noch vor Ort festgenommen.

Grösserer Anschlag beabsichtig

Nun bringt SRF neue Hintergründe aufs Tapet: Der 15-jährige Anis T., der sich in der Onlinewelt radikalisiert hatte, sollte von islamistischen Anwerbern zu einem grösseren Anschlag in der Schweiz verleitet werden. Die Islamisten versuchten den Teenager dazu zu bringen, einen Sprengsatz zu bauen und dafür Chemikalien zu verwenden.

Anleitung zum Bombenbau

Wo der Anschlag hätte stattfinden sollen, ist nicht klar. Auf den Computern des 15-Jährigen wurden aber zahlreiche Anleitungen für den Bombenbau identifiziert. In die Tat umsetzen wollte Anis T. den Bombenanschlag aber nicht, er kaufte keine der dafür notwendigen Komponenten, sondern entschied sich für die Attacke mit dem Messer.

Planänderung vor der Messerattacke

Es sei eine «Planänderung fällig», soll Anis T. drei Tage vor der Messerattacke geschrieben haben.

Das Strafverfahren der Jugendanwaltschaft gegen Anis T., der sich immer noch in einer geschlossenen Anstalt befindet, ist immer noch am Laufen. Gemäss SRF bestreitet er die Tat nicht.

Thomas Renggli
Demnächst