Das Wohnen ist vor allem für Leute mit tiefem Einkommen eine finanzielle Herausforderung: 44,8 Prozent des Haushaltsbudgets gingen bei diesen Personen 2022 für die Wohnkosten drauf. 2018 waren es noch 40,8 Prozent gewesen. Im Schnitt sind es 27 Prozent des Einkommens.
Im oberen Segment sind die Preise inzwischen so hoch, dass die Nachfrage abnimmt. Dieser Trend ist seit Ende 2023 zu beobachten.
Zuwanderung als Preistreiber?
Weniger Zuwanderung, weniger Auflagen: Gregor Rutz, der Präsident des Hauseigentümerverbandes und SVP-Nationalrat, setzt unter anderem bei der Zuwanderung an. «Insbesondere in den Städten ist die Nachfrage nach Wohnungen aufgrund der Zuwanderung stark gestiegen.
Dieses Problem können wir nur durch eine Regulierung der Zuwanderung entschärfen.» Als Präsident der Hauseigentümer fordert Rutz ein investitionsfreundlicheres Klima, damit mehr Wohnungen gebaut werden. «In den Städten ist es besonders schwierig zu bauen, es gibt enorme Auflagen und es dauert ewig, bis man eine Baubewilligung hat», sagt er.
Initiative könnte Linderung bringen
Rutz verweist auf die Stadt Zürich: «Wo will man verdichten, wenn nicht in der Stadt Zürich?» Doch der Stadtrat will eine Initiative, die Aufstockungen auf bisherigen Gebäuden fordert, für ungültig erklären lassen.
Gleichzeitig stehen in der Stadt drei Viertel der Siedlungsfläche unter Schutz. Und nicht zuletzt habe die Stadt Landkäufe getätigt, die sich kein Privater leisten könne. «Auch dies führt zu steigenden Preisen.»