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30.12.2024
30.12.2024 07:43 Uhr

Mit Leimbach geht’s abwärts

Das Gelände an der Sihl befindet sich in Bewegung. Noch besteht allerdings keine erhöhte Gefahr.
Das Gelände an der Sihl befindet sich in Bewegung. Noch besteht allerdings keine erhöhte Gefahr. Bild: zvg
Das Stadtzürcher Quartier Mittelleimbach an der Grenze zu Adliswil rutscht jährlich um bis zu einen Zentimeter vom Uetliberg weg. Jetzt müssen die Grundstücke neu vermessen werden.

Das Quartier Mittelleimbach umfasst viele Wohnhäuser, eine Schule, ein Altersheim und ein Hallenbad. Mit seiner Lage direkt an der Sihl wirkt es wie eine Oase des Friedens am Rande der Natur. Doch noch eine Eigenschaft hat das Stadtzürcher Quartier nahe der Grenze zu Adliswil: Es bewegt sich. Jahr für Jahr rutscht es vom Uetliberg um einige Millimeter bis zu einen Zentimeter weg.

Nicht wie in Brienz

Das Phänomen beobachten Experten schon seit vielen Jahren. Gemäss diesen sind die Bodenbewegungen zwar nicht vergleichbar mit den Verschiebungen in Brienz GR, wo ein ganzer Berg ins Tal donnerte. Auch wird die Rutschung auf der Gefahrenkarte des Kantons Zürich als «von schwacher Intensität» bezeichnet. Dennoch hat sie Konsequenzen.

Grundstücke neu messen

Durch die Bodenverschiebung haben sich über die Jahre manche Koordinaten von Hausecken, Grenzsteinen und Geländepunkten verändert. Manche Abweichungen der amtlichen Vermessung betragen bis zu 23 Zentimeter. Die Stadt Zürich muss daher ab Frühling rund 240 Grundstücke in Mittelleimbach neu vermessen.

Bastian Graeff, Zürichs Stadtgeometer, begründet den Schritt: «Die genaue Vermessung ist entscheidend für die Sicherheit der Grundstücksgrenzen und damit des Grundeigentums.»

Thomas Renggli
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