Damjan Bardak
Da standen wir am Gate E64 des Flughafens Zürich mit unseren vollgepackten, schweren Taschen, die fast aus allen Nähten platzten. Mein Kollege, der seine offensichtlich zu grosse Trainingstasche dabei hatte, fürchtete sich schon vor den Easyjet-Mitarbeitern, die in ihren einschüchternden orangen Westen nach und nach die Handgepäckstücke der Passagiere auf ihre korrekte Grösse überprüften. Selber schuld waren wir. Anstatt 50 Franken für ein zusätzliches Gepäckstück zu zahlen, wählten wir den Nervenkitzel, schlimmer als bei einem Strafstoss. Doch die Airline-Mitarbeiterin winkte uns durch.
«Die Hand Gottes», sagte ich scherzhaft zu meinem Kollegen und wir gaben uns einen kräftigen Handschlag, der durch das ganze Terminal hallte. Doch wer hoch steigt, fällt tief. Mein Kollege, der üblicherweise ausschliesslich mit seiner Identitätskarte reist, hatte seinen Pass nicht dabei und konnte somit nicht nach Grossbritannien reisen. So kam es, dass ich alleine fliegen musste und er erst nach 4 Stunden, in denen er für 250 Franken ein weiteres Ticket und einen provisorischen Reisepass kaufen musste, in London bei mir ankam.
Unsere Buchungsstrategie
Abgesehen von diesem Missgeschick war die Reise allerdings günstig. Bereits Anfang Oktober hatten wir die Reise gebucht und bei Easyjet 70 Franken pro Person für Hin- und Rückflug bezahlt. Die Unterkunft war mit 60 Franken pro Person pro Nacht im Verhältnis teurer, jedoch exzellent für das, was sie bot. Wir empfehlen hier aber, vorsichtig vorzugehen und Unterkünfte zu wählen, welche die meisten Rezensionen von ehemaligen Gästen haben. Wenn man wie wir über die Buchungsplattform Airbnb eine Unterkunft in London bucht, erhält man meistens ein Zimmer einer Wohnung, die mehrere Gruppen von Gästen unterbringt. Auf eine gemeinsame Küche und Bad sollte man sich daher in der Regel einstellen.
Bei den Fussballtickets warteten wir bis zu den Spieltagen und kauften diese erst dann online über die Ticketbörse Stubhub. Dies aus dem Grund, dass wir nach mehreren Fussballreisen feststellten, dass die Eintrittskarten immer günstiger werden, je näher man sie am Spieltag kauft. Das sollte man allerdings nicht als Regel verstehen, sondern nur als Tipp. Über Zwischenhändler kaufen wir nur, wenn es sich um absolute Topspiele handelt, die schon Monate im Voraus ausverkauft sind und wo die Karten nur Vereinsmitgliedern zur Verfügung stehen.