Sie stehen quer auf dem Gehweg, in Parks – oder sogar am Seeufer: Leihfahrzeuge wie E-Trottinetts, E-Bikes und neuerdings auch E-Mopeds sorgen in Zürich zunehmend für Unmut. Besonders in der Innenstadt beklagen viele Zürcher, dass die Fahrzeuge rücksichtslos abgestellt werden.
Fixe Abstellplätze ab 2026
Ganz verbieten kann die Stadt die Verleiher nicht. Die Wirtschaftsfreiheit in der Bundesverfassung schützt deren Geschäftstätigkeit. Doch: Die Stadt will handeln und plant konkrete Massnahmen.
Bereits ab 2026 sollen feste Parkzonen für Mietfahrzeuge im Kreis 1 eingeführt werden. Zudem wird geprüft, die Gesamtzahl der Mietfahrzeuge im Stadtzentrum zu begrenzen, wie Nadja Häberli von der städtischen Dienstabteilung Verkehr bestätigt. Die Verleihfirmen sollen künftig mehr Fahrzeuge in den Aussenquartieren positionieren, um die Belastung in der Innenstadt zu verringern.
Anbieter zeigen sich kooperationsbereit
Die neuen Regeln treffen auf ein gewisses Entgegenkommen bei den Verleihfirmen. José Tavares, Gründer des Anbieters Go Green City, zeigt Verständnis: „Wir möchten ein Teil der Lösung sein, nicht des Problems“, sagt er. Sein Unternehmen biete seit kurzem E-Mopeds an – und man sei bereit, alle städtischen Vorgaben umzusetzen, um das Stadtbild zu verbessern.