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Stadt Zürich
19.03.2025
20.03.2025 08:01 Uhr

Fussball-Rowdys identifiziert

Sogenannte Fussball-Fans sorgen in der Stadt Zürich immer wieder für Krawalle.
Sogenannte Fussball-Fans sorgen in der Stadt Zürich immer wieder für Krawalle. Bild: zVg
Nach den Gewaltexzessen vor dem Zürcher Fussballderby zwischen GC und FCZ im Oktober 2024 konnte die Stadtpolizei rund zwei Dutzend Tatverdächtige identifizieren.

Am Samstagnachmittag, 19. Oktober 2024, kam es vor dem Fussballderby GC – FCZ am Bahnhof Hardbrücke zu einer Auseinandersetzung zwischen Anhängern der beiden Fussballklubs, als rund 50 vermummte Personen die S9 stürmten.

Massnahmen der Polizei

Die Stadtpolizei Zürich hat nach diesen Ereignissen zusammen mit der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl Ermittlungen aufgenommen. Im Zuge dieser Ermittlungen, unter anderem nach Auswertung von Videomaterial, stellte sich heraus, dass es vor der Stürmung des Zuges zu einem Angriff mutmasslich von GC-Anhängern auf mehrere Fans des FCZ auf der Hardbrücke gekommen war.

Dabei wurden diese teilweise verletzt und beraubt. Weder Auskunftspersonen/Zeugen noch geschädigte Fussballfans meldeten sich in der Folge bei der Polizei.

Durchsuchungen in fünf Kantonen

Im Verlauf der aufwändigen Ermittlungen, konnten mehrere tatverdächtige Personen identifiziert werden. In der bis jetzt grössten Aktion in Bezug auf Gewalt rund um Fussballspiele, führte die Stadtpolizei Zürich gestern in fünf Kantonen 18 Hausdurchsuchungen durch. Neun Personen wurden wegen Verdachts auf qualifizierte Delikte wie z.B. versuchte schwere Körperverletzung, Raub, Angriff und Landfriedensbruch festgenommen und der Staatsanwaltschaft zugeführt.

Es handelt es sich um acht Schweizer und einen Brasilianer im Alter von 18 bis 31 Jahren. Die weiteren beschuldigten Männer, im Alter von 15 bis 32 Jahren aus der Schweiz und je einmal aus Kroatien und Brasilien werden wegen Verdachts auf Angriff oder Landfriedensbruch bei der Staatsanwaltschaft, in einem Fall bei der Jugendanwaltschaft, angezeigt.

Unschuldsvermutung gilt

Die staatsanwaltschaftlichen Verfahren gegen die Beschuldigten sind noch nicht abgeschlossen. Es gilt wie immer die Unschuldsvermutung bis zu einem rechtskräftigen Verfahrensabschluss.

 

Zeugenaufruf

Im vorliegenden Zusammenhang suchen die Stadtpolizei Zürich und die Staatsanwaltschaft Personen (Direktbetroffene Fussballfans, Auskunftspersonen, Zeugen), die Angaben zum Vorfall auf der Hardbrücke oder in
der S9 am 19. Oktober 2024, kurz vor 14 Uhr machen können. Diese werden gebeten, sich bei der Stadtpolizei Zürich, Tel.-Nr. 0 444 117 117 zu melden.

Stadt Zürich/ Zürich24
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